Tag 2

Um 10h30 bin ich an der OMV Tankstelle an der Ost-Autobahn. Mit dem gestrigen Abend in den Beinen ist meine Motivation zum herumstehen und Schild halten eher begrenzt. Nach 40 Minuten habe ich allerdings Glück und ein Fahrer lässt mich mitfahren. Er sagt mir, dass er mich bis an den Autobahnring von Budapest fahren kann. Auf dem Weg stellt sich heraus, dass er auch Couchsurfer ist und ich, wenn ich will, im November/Dezember bei ihm in Bucharest schlafen kann. Gute zwei Stunden später sind wir dann auch schon da und er lässt mich auf einem Shoppingcenter-Parkplatz raus. Dort decke ich mich erst mal mit Forint ein und die zweite Person die ich frage, nimmt mich zu einer Bushaltestelle mit. Um drei Uhr bin ich dann in der WG von Nathalie, Julia und Tom. Julia ist zur Zeit in Finnland, deshalb kann ich in ihrem Zimmer schlafen. (Danke nochmals dafür :)) Mit den anderen beiden verstehe ich mich gleich auf Anhieb. Da Nathalie und ich noch nicht wirklich gegessen haben, gehen wir mit zwei ihrer Kommilitonen erst mal in ein Restaurant. Danach müssen wir uns auch schon für den Abend fertig machen.

Das Electronic Beats Festival steht auf dem Programm. Dank der Info von Julia habe ich mir schon vorab ein Ticket dafür geholt, am Abend ist das Event bereits ausverkauft. Bevor wir allerdings dorthin gehen, kommen rund 20 Freunde vorbei und wir trinken etwas  vor. Alle, bis auf mich und Tom, sind Medizinstudenten, die hier auf Deutsch bis zum Physikum studieren und dann nach Deutschland wechseln wollen.

Um elf sind wir dann bei dem Festival, dass zu Beginn noch relativ verhalten anfängt. Selbst der Bass ist kaum hörbar. Das ändert sich, als Nicolas Jaar anfängt. Plötzlich ist auch die Halle voll. Auf der Party lerne ich extrem viele Deutsche und Österreicher kennen, natürlich auch einige Ungarn, das Publikum ist also insgesamt gut durchmischt. Als dann Modeselektor auflegt, gibt es kein Halten mehr. In der Menge werden Kissen verteilt, die jeder sofort aufreißt und durch die Luft schmeißt. Das Bier kostet €1,50, und die Stimmung ist extrem euphorisch und ausgelassen.

Als ich dann nach Hause komme, ist Tom bereits da und wir sitzen noch bis in der Früh in der Wohnung. Um sieben kommt der 60-jährige Nachbar vorbei und wir denken, dass eventuell die Musik zu laut ist und er sich deshalb beschwert. Jedoch ist er extrem nett und will einfach nur ein bisschen reden:

„haha – I wake up and you go to sleep, thats funny. – hehe“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s