Tag 12

Da es gestern in der Bar dann doch wieder etwas länger ging, gehen wir den Tag gemütlich an. Yarek muss etwas arbeiten und für seinen Englischkurs lernen. Ich versuche in der Zeit einige Couchsurf-Requests für Kharkiv zu versenden. Ich bekomme zwar auch einige Antworten zurück, allerdings will es nicht so ganz klappen mit der einem Couchsurfing Host im Osten der Ukraine.

Am Nachmittag raffen wir uns allerdings doch auf und treffen Jose, ein Freund von Yarek aus Mexico. Die Stimmung ist etwas gedrückt, da Jose kurz davor war, seine Freundin das letzte Mal zu sehen. Als er das hinter sich gebracht hat, gönnen wir uns noch ein Bier. Jose geht nach Hause, ich und Yarek wollen aber noch einen anderen Freund treffen. Rund eine Stunde später begegnen wir Michael, ein wiener Journalist, der seit 6 Jahren in Kiev wohnt und für österreichische Zeitungen schreibt. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Politik, allerdings schreibt er auch für Großevents wie die Euro 2012.

Er führt uns in eine underground Bar, die früher eine Schaltzentrale für die Tram war. Die Preise für Drinks sind extrem gut und die Mischungen sogar noch umso besser. Für einen Vodka Tonik, halb/halb, zahle ich 2,50 Euro. Natürlich sprechen wir Englisch und fallen daher sofort auf. Wir kommen mit ein paar netten Mädels ins Gespräch, die zum Glück sehr gut Englisch können. Dazu stößt dann noch ein ukrainischer Stylist, der nur Ukrainisch spricht. Er lädt uns alle ein, bei ihm weiterzutrinken, was wir dann auch sofort tun.

Als ich über meine Reiseplaene rede, rät mir jeder der Anwesenden nicht nach Kharkiv zu gehen. Die Stadt soll anscheinend nicht wirklich besonders oder interessant sein. Ich beschließe daher bis 28. September in Kiev zu bleiben. Wir sind in der Wohnung bis 4h00 oder 5h00 bis wir feststellen, dass der Gastgeber bereits schläft. Daher machen wir uns auf den Weg. Die normalen Bars haben bereits alle geschlossen, wir finden aber noch eine 24/7 Bar und trinken noch ein letztes Bier. Auf einmal ist es 7h00 und Yarek verabschiedet sich, schließlich muss er in einer halben Stunde in die Arbeit. Für ihn ist das aber kein Problem, da er soetwas schon öfter gemacht hat. Kurz darauf machen wir uns dann auch auf nach Hause – ein guter Abend!

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