Tag 18

Um 7h00 kommt Leben ins Hostel und ich kann nicht mehr weiterschlafen. Ich wollte schon einen Kaffee trinken und irgendwie durch den Tag kommen, als sich doch noch ein Bett fuer mich findet. Jemand ist wohl sehr frueh abgereist. Bis Mittag kann ich mich ausschlafen. Anschliessend mache ich mich auf den Weg, mir eine russische SIM-Karte zu besorgen. Die Karte ist sogar gratis und ich zahle nur fuer das Guthaben. Ich bin begeistert wie gut die meisten Menschen in Moskau Englisch sprechen und so sagt mir der Verkaeufer, dass die Karte in 15 Minuten aktiviert ist und ich dann telefonieren kann. Als ich dann aber meinen Couchsurf-Host Marina anrufen will, gibt es die Nummer aber anscheinend nicht.

Ich gehe wieder ins Hostel, schreibe ihr meine Nummer und frage sie, wann wir uns treffen koennen. In der Zwischenzeit gehe ich ohne Karte einfach mal den Menschenmassen nach und lande auch direkt am Roten Platz. Der Kremel wirkt wirklich gross und eindrucksvoll, generell ist in Moskau alles irgendwie groesser. Es gibt hier Einbahnstrassen mit 8 Spuren und natuerlich viele pre-Soviet Bauten die sehr maechtig wirken und gleichzeitig sehr fein und detailreich gearbeitet sind. Da ich mit dem Rucksack am Ruecken nicht extrem viel laufen will, beschraenke ich mich auf das innere Zentrum und suche gegen Abend ein Internetcafe auf, um zu sehen, ob Marina geantwortet hat.

Ich habe kein Glueck und suche mir fuer den Notfall noch ein paar Hostel-Adressen raus. Als ich vor der U-Bahn stehe, frage ich einen Russen, ob es hier Telefonzellen gibt. Er verneint und gibt mir stattdessen sein Handy. Auf einmal klappt der Anruf und Marina kommt zu meiner Station. Endlich lerne ich also sie und ihren Freund Vova kennen. Ich meine, dass ich gerne meinen Rucksack ablegen wuerde, also machen wir uns mit der Metro auf nach Hause. Die Beiden wohnen am Rande von Moskau im 20. Stock eines Wohnhauses. Von dort aus habe ich einen guten Blick ueber Moskau, der zum Grossteil mit den typischen Sovjet-Wohnhaeusern vollgepflastert ist.

Vova ist Koch und zaubert gemeinsam mit Marina ein hervorragendes Abendessen. Es gibt Putencurry mit Kartoffelecken. Anschliessend lerne ich die Mitbewohner Ricardo und Julia kennen. Ricardos Vater kommt aus Kolumbien und so hat er natuerlich eine Flasche Tequilla zuhause, die wir gleich mal verkosten. Wir sind im lockeren Gespraech und ich bringe das Thema Pussy Riot auf. Darauf meint Vova, dass er bei dem Auftritt in der Kirche dabei war – ich bin begeistert!

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