Tag 19

Wir gehen erst kurz nach Mittag vor die Tuer. Heute zeigen mir die Zwei das UDSSR Museum am Stadtrand von Moskau. Als wir von der Metro aussteigen, gehen wir erst durch einen Park und dann einer ziemlich verlassenen Strasse entlang. Kurz vor dem Museum ist eine riesen Paintballanlage, in der haeftigst gekaempft wird. Das Museum bestehet im Grunde aus einem Parkplatz mit verschiedensten Autos aus der Sovjet-Zeit, auch ein Linienbus aus Berlin steht vor dem Eingang. In einer grossen Halle sind verschiedenste Gegenstaende mehr oder weniger geordnet ausgestellt. Die ganze Sache ist kostenlos und man darf alles angreifen und ausprobieren. Vova meint, ich solle doch die russische Uniform anprobieren, was ich dann auch mache. Auch an Kriegsgeraet gibt es alles Moegliche, von Haubitzen bis hin zu einem Raketen-Truck, der wohl fuer 500 Meter rund 100 Liter Benzin braucht.

Wir bekommen Hunger und essen daraufhin in einem SB-Restaurant, dass sich auf russische Speisen spezialisiert hat. Die Kette ist relativ guenstig und so zahlt man rund 6 Euro fuer ein 3-Gaenge-Menue. Es gibt Soljanka, mit Kartoffelwuerfeln paniertes Fleisch und als Nachspeise eine Art Apfelkuchen. Dazu trinken wir Kwas, ein Getraenk, dass aus vergorenem Brot gewonnen wird.

Anschliessend spazieren wir entlang der Arbat Strasse, in der normalerweise viele Kuenstler unterwegs sind, heute regnet es allerdings, somit sind nur ein paar Hartgesottene vor Ort. Wir gehen weiter und die Zwei zeigen mir, die Jesus Christus Kirche in der Pussy Riot gespielt haben. Wir fahren ein wenig mit der Metro und ich muss wirklich sagen, dass es hier die schoensten Stationen gibt, die ich jemals gesehen habe. Man koennte hier genausogut Klassik-Konzerte abhalten. Alles besteht aus Marmor und teilweise Stuck. In manchen Stationen finden sich sogar Mosaike und Statuen wieder. Die Statuen zeigen aber nicht immer nur Lenin oder Stalin, es wird an die hart arbeitenden Menschen erinnert, die das Land vorwaerts bringen. Im Fokus stehen Bauern, Ingenieure und Jaeger.

Wir gehen weiter und kommen wieder am Roten Platz vorbei. Derzeit ist gerade ein Licht-Festival und so koennen wir uns 3D-Mapping auf grossen Gebaeuden ansehen. Nach einer Weile wird uns dann auch kalt und wir haben genug vom herumlaufen.

Als wir nachhause kommen bereiten Marina und Vova ein typisch russisches Essen zu: Oroshka. Dabei handelt es sich um eine kalte Suppe, in die man Radieschen, Kartoffeln, Gurken und noch ein bisschen Gruenzeugs gibt. Fluessig wird das ganze durch Kwas. Ich muss allerdings ganz ehrlich sagen, dass das nicht wirklich mein Fall ist. Danach sehen wir uns gemeinsam eine Sovjet-Komoedie an, die wohl jeder Russe schon mal gesehen hat: Die Diamanten Hand

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