Tag 34

Ich und Maria wollen zum Bunker von Friedrich Paulus, der erste (und einzige?) Generalfeldmarschall der sich unter Hitler ergeben hat. Leider hat das Museum heute geschlossen. Wir werden morgen unser Glueck noch einmal versuchen. Das Wetter ist gut, wir kaufen uns ein Eis und setzen uns zur Wolga. Ich bin wirklich froh, dass ich jetzt schon deutlich weiter suedlich bin und die Temperatur wieder schoen langsam steigt.

Yuri kommt frueh von der Arbeit und wir fahren zu dritt zum Kriegsdenkmal. Damit ist eine riesige Statue mit Schwert gemeint, die Mutter Heimat genannt wird. Neben der Statue ist ein Gedenkraum, mit ewigen Feuer, zahlreichen Namen von toten russischen Soldaten und ein paar lebendigen Soldaten die auf das Ganze aufpassen. Als wir kommen, ist gerade Wachabloese und die Aufgabe des Kommandanten ist es, die Uniform seiner Untergebenen korrekt herzurichten.

Wir haben nicht mehr viel Zeit, bis es dunkel wird, also fahren wir zu einer nahegelegenen alten Bootsstation. Hier hielten fruher Linienschiffe, die auf der Wolga unterwegs waren. Jetzt sieht man russische Paerchen und Menschen wie uns, die sich einfach das alte Haus anschauen wollen. Die Fahrt dorthin geht zuerst ueber die Autobahn und dann ueber Stock und Stein, ich bin begeistert, dass Yuris alter Lada die Strecke problemlos packt. Es wimmelt nur so von tiefen Schlagloechern, Steinen und Sandgruben. Bewacht wird das Haus von einem gemeingefaehrlichen Hund.

Anschliessend machen wir das, was man eben am Abend so macht. Wir kaufen eine Flasche Vodka, ein bisschen Fanta zum runterspuelen und treffen Yuris Freunde in einem Park. Sie koennen leider nur sehr wenig Englisch, aber so ein bisschen kann ich mich unterhalten. Maria spricht sowieso Russisch und kann mir ein bisschen helfen.

Danach gehen wir wieder in die Bar von gestern, dieses Mal ist etwas mehr los und es macht dort schon mehr Spass. An unserem Tisch sind zwei Maedels und unterhalten sich. Yuri meint zu mir schon, dass er sich nicht ganz sicher waere, als er aber nach der Telefonnummer fragt, sagt er zu mir: „Prostitutes.“ Wir trinken unseren Cocktails aus und suchen das Weite.

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