Tag 57

Wie vereinbart, bin ich um 9h00 gepackt und bereit los zu gehen. Dan schlaeft allerdings noch. Ich wecke ihn auf und wir koennen erst um kurz vor 10h00 los. In der Zwischenzeit reden Ken und ich noch mit dem Rezeptionspersonal und wir erkundigen uns uber Schlafmoeglichkeiten. Die Wetterstation nimmt wohl zur Zeit keine Gaeste auf, also werden wir in einem Observatorium in Byurakan uebernachten.

Mit Dan und Ken gehe ich zum Bergsteig-Geschaeft. Hier wollen wir ein bisschen Ausruestung ausleihen, hauptsaechlich fuer Dan. Rund 30 Meter bevor wir das Geschaeft erreichen, meint Dan zu mir, dass er nicht genug Geld fuer die ganze Sache haette. Ich biete an, ihm etwas zu leihen, doch das will er auch nicht. Im Geschaeft besorge ich mir eine gute Gletscher-Sonnenbrille, da sonst ein ganzer Tag im Schnee fuer die Augen etwas anstrengend werden kann.

Ohne Dan, dafuer mit Sonnenbrille sind wir dann am Busbahnhof und warten auf den Fahrer. Wir haben leider die falsche Abfahrtszeit erhalten also sitzen wir rund zwei Stunden rum. Die Fahrt dauert gerade mal 1h30 und kostet weniger als einen Euro.

Ich habe noch keine Muetze fuer die Wanderung und so suchen wir in Byurakant, nach einem Geschaeft. Bis auf Lebensmittel gibt es aber in der Stadt (Dem Dorf?) nichts zu kaufen. Wir gehen also erst mal zu unserer Schlafmoeglichkeit, dem Observatorium. Dort werden wir nett begruesst und zu unserem Zimmer begleitet. Eigentlich haben wir nicht nur ein Zimmer, sondern ein ganzes Haus. Wir sind die Einzigen, die hier uebernachten. Die Saison ist schon lange vorbei und auf den Berg geht im November auch niemand mehr. Mein Muetzenproblem erledigt sich zum Glueck auch sofort, da mir die Vermieterin, eine von ihr leihen kann.

Wir wollen noch in ein Restaurant, oder eine Bar um etwas zu essen. In der ganzen Gegend gibt es aber bis auf die paar Lebensmittel-Geschaefte nichts. Gemeinsam kochen wir also und bereiten uns Snacks fuer die morgige Wanderung vor.

Um 21h00 kommt der Leiter des Observatoriums und bietet uns an, durch sein Teleskop zu schauen. Wir muessen dafuer insgesamt sechs Euro zaheln, dafuer sehe ich aber Jupiter und drei seiner 21 Monde.

Kurz nach der Fuehrung gehe ich ins Bett, es gibt hier schliesslich nichts, wofuer man wach bleiben muesste und wir wollen morgen um 6h30 aufstehen.

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