Tag 83

Ich stehe heute um 6h30 auf. Das Fruehstueck wird uebersprungen, da es am spaeteren Vormittag zu regnen beginnen soll und ich noch die paar Stunden am Morgen nutzen will. Ich gehe ein paar Kilometer bis nach Cavusin. Von dort will ich eigentlich in den Love Valley. Leider finde ich den Eingang nicht und so wandere und klettere ich rund eine Stunde zwischen den Felsen herum.

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Irgendwann komme ich dann auch zu meinem Ziel, jedoch bin ich rund 200 Meter ueber dem Tal und es gibt keine Moeglichkeit hinunter zu klettern, da die Felswaende einfach zu steil sind. Immerhin sehe ich die riesigen Felstuerme in Penisform, daher auch der Name „Love Valley“.

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Nach einer weiteren Stunde bin ich wieder beim Hostel und hole meinen Rucksack ab. Mit dem lokalen Bus geht es nach Nefschehir. Die Stadt ist groesser als Goereme, also sind die Chancen von hier nach Ankara zu trampen etwas besser. Ich stehe rund 15 Minuten an der Autobahn nach Ankara, bis ein Mann auf mich zukommt und meint, dass er einen besseren Ort zum Trampen kennt. Er bringt mich mit seinem Pick-Up bis zu der Tankstelle fuer die der arbeitet. Der Weg nach Ankara ist ueber diese Strasse etwas laenger, dafuer gibt es aber auch mehr Verkehr. Nach 20 Minuten nimmt mich dann ein Sales Manager mit. Wir fahren rund 100 Kilometer gemeinsam bis er nach links abbiegt und ich nach rechts weiter muss. Ich stehe wieder an der Autobahn und wieder kommt ein Mann auf mich zu. Er fragt mich irgendetwas auf Tuerkisch. Ich erklaere ihm, dass ich ohne Geld trampe und er haelt mich wohl fuer etwas verrueckt. Ich habe mir sagen lassen, dass in der Tuerkei viele Menschen trampen, jedoch erwartet keiner Geld von einem Auslaender, bei Tuerken sieht das anders aus. Ich entferne mich von ihm und nach ein paar Minuten nimmt mich ein LKW mit. Der Fahrer ist ca. 60 Jahre alt und spricht weder Englisch noch Deutsch, also verlaeuft die Fahrt sehr ruhig.

Am Autobahnring von Ankara werde ich rausgelassen. Es gibt hier leider nicht wirklich viel Platz und die Autos zischen mit ueber 100 Km/H an mir vorbei. Es wird schoen langsam dunkel, doch da haelt ein Kleintransporter. Wir stoppen nach zwei Kilometer, essen etwas Brot und trinken Ayran. Es geht in Richtung Zentrum. Der Beifahrer ist wohl sehr religioes und legt mir nahe mich Beschneiden zu lassen. Ich sage ihm, dass ich darueber nachdenke und so sind wir Freunde. Als ich dann aussteige, geht er mit mir noch auf Hotelsuche und so finden wir eine Unterkunft fuer 30 Lira die Nacht. Der Preis ist nicht extrem guenstig, aber in Ankara sind alle Hotels etwas teurer. Hostels gibt es in der Hauptstadt der Tuerkei leider nicht.

Am Abend gehe ich in das gegenueberliegende Internetcafe und waehrend ich eine Zigarette rauche, rede ich etwas mit dem Personal. Es stellt sich heraus, dass der Typ mit dem ich spreche auch Couchsurfer und Hitch-Hiker ist. Ich rede ueber meine Reiseroute und als ich Makhachkala erwaehne, wird er hellhoerig. Ismael hat naemlich vor, die gleiche Reise wie ich zu machen, nur in die andere Richtung. Er hat sogar bereits Kontakt mit meinem Host in Makhachkala aufgenommen. Ein paar Tassen Tee spaeter, gehe ich wieder zureck zum Hotel. Es ist Zeit fuers Bett.

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