Tag 101

Ich bin heute erst um 9h00 auf der Autobahn, da ich die richtige Station mit der Tram verpasse und somit noch etwas durch Sarajevo fahre. Ich habe mir dafür etwas überlegt, um schneller zu trampen. Für 1,50 Euro habe ich mir gestern eine Weihnachtsmütze gekauft. Das Tolle dabei ist, dass sie sogar ein Blinklicht hat.

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Ich weiß nicht, ob es ausschließlich an der neuen Kopfbedeckung liegt, aber heute komme ich richtig schnell voran. Wirklich länger als eine halbe Stunde warte ich nie. Mit Stops in Zenica und Doboj komme ich dann bis zur Mautstation kurz vor Zagreb. Mein Fahrer dreht wieder um und ich habe perfekte Bedingungen zum Stoppen. Da die Autos sowieso schon stehen, um Maut zu bezahlen, nimmt mich gleich das zweite mit.

Irgendwann bin ich dann in Zagreb am Hauptbahnhof und sehe mich erst mal etwas um. Ich unterhalte mich mit einem Straßenmusiker und gemeinsam trinken wir etwas Wein. Er erzählt mir, dass er in einem besetzten Haus wohnt. Ich frage ihn daraufhin, ob ich dort schlafen kann und er bejaht. Dann kommt aber noch sein Freund dazu und meint, dass ich in einem Haus eines anderen Freundes schlafen kann. Ich habe eigentlich mehr Lust auf das besetzte Haus, aber dafür müsste ich ein paar Stunden in der Kälte warten. Ich gehe also mit dem Freund mit. Als wir kurz vor der Wohnung sind, meint er auf einmal, dass ich dafür Geld bezahlen soll. Ich habe darauf keine Lust und will wieder zurück zu dem Straßenmusiker gehen. Vorher kaufe ich dem Typen, der mich zur Wohnung bringen wollte, noch Zigaretten. Wir gehen durch eine Menschenmasse und als ich mich umdrehe ist er weg.

Es ist bereits dunkel und ich versuche mit Hilfe eines Internetcafes ein Hostel zu finden. Bevor ich allerdings ein solches Cafe finde, sehe ich ein Schild mit der Aufschrift Hostel. Da ich sowieso nur eine Nacht hier schlafen werde, bin ich nicht wählerisch und organisiere mir ein Bett. In meinem Zimmer sind drei Kroaten, die gerade etwas vortrinken. Leider können sie nicht wirklich Englisch und so können wir uns nicht verständigen. Ich merke nach und nach, das das Hostel auch eine Bar inklusive Club ist und beschließe erst mal etwas vor die Tür zu gehen. Gemeinsam mit einem anderen Hostel-Gast, der hier Silvester verbringen will, gehe ich noch etwas durch die Stadt.

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Am Hauptplatz ist ordentlich was los. Es gibt in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Stände und eine große Bühne auf der kroatische Pop-Lieder gespielt werden. Da ich aber nicht nochmals etwas vom Bankomaten abheben will, gehe ich relativ früh wieder zum Hostel zurück. Ich verbringe noch etwas Zeit im Internet und lege mich dann schlafen. Den Bass von der hosteleigenen Bar hört man bis in die Zimmer, ich schlafe allerdings schnell ein.

Irgendwann gegen 3h00 früh kommen dann auch die Kroaten wieder ins Zimmer. Anstatt aber einfach ins Bett zu gehen, unterhalten sie sich noch bis die Sonne aufgeht. Als ich durch das Gespräch aufwache und selbst etwas lauter werde, flüstern sie immerhin. So wirklich verstehen sie es allerdings nicht, dass ich schlafen will und sie sich auch gerne im Gang unterhalten können.

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