Tag 42

Heute mache ich einen Ausflug nach Derbent. Als ich am Busbahnhof bin, werde ich von Polizistien nach dem Ausweis gefragt. Es ist aber alles ok und ich steige in die Maschrutka ein. Ich falle natuerlich auf und ein Mann spricht mit mir auf Englisch. Er arbeitet in Moskau, besucht aber gerade seine Familie in den Bergen. Er erzaeht mir einiges ueber Dagestan und ueber die traditionelle, islamistische Kultur. Als wir in Derbent ankommen, laedt er mich sogar noch zum Essen ein. Es gibt einen dagestanischen Fleischkuchen, dazu Tee und Saft. Als Nachspeise essen wir einen Kuchen. Er muss auch gleich weiter, haelt aber noch ein Taxi an und zahlt mir sogar die Fahrt zu einer 5000 Jahre alten Burg.

Ich schaue mir die Burg an und gehe wieder den Berg hinunter. Auf dem Weg ist ein islamistischer Friedhof und ich mache ein paar Fotos, bis ein Mann irgendwas schreit. Ich verstehe ihn nicht, es ist aber wohl Zeit zu gehen.

Obwohl es in der Stadt normalerweise ruhiger ist, als in Makhachkala, sehe ich viel Militaer. Alle tragen natuerlich eine Kalaschnikow, Schutzweste und manche sogar eine Sturmmaske. Es ist wohl problematisch auf das eigene Volk zu schiessen und daher wollen sie nicht erkannt werden. In Derbent sehe ich mir noch eine 5000 Jahre alte Moschee an. Das Leben findet auf der Strasse statt, was auch immer die Leute besitzen, sie verkaufen es am Gehsteig. Man kann eigentlich nur auf der Strasse gehen, da sonst kein Platz ist. Auch hier gibt es ein Muellproblem, doch die Kuehe freuen sich darueber. Sie essen alles was essbar ist.

Als ich so durch die Stadt gehe, haelt ein Auto und ein Mann fragt mich ob ich etwas zu essen will, oder ob ich Geld brauche. Hier ist man ebenfalls keine Touristen gewohnt, also sind alle sehr verwundert, was ich hier mache. Es wird Abend und ich muss die Maschrutka zurueck nach Makhachkala nehmen. Da ich aber nicht mehr genau weiss wo der Busbahnhof ist, frage ich ein paar Leute. Sie erklaeren mir allerdings nicht den Weg, sondern begleiten mich direkt zum Bus.